FLÜCHTLINGSKINDER
Erinnerungen von Claire Felsenburg

Galizische Flüchtlinge in Wien

mit Ilse Aschner, Elfriede Jelinek, Konstantin Kaiser, Dieter Schreiber, Peter Schwarz

 

Während des Ersten Weltkrieges flohen Hunderttausende Menschen aus den von russischen Truppen bedrohten oder besetzten Gebieten der Donaumonarchie. In den Jahren 1914/15 fanden in Wien etwa 200.000 Flüchtlinge, davon 70.000 Juden, Zuflucht - der Großteil von ihnen in den Bezirken Leopoldstadt und Brigittenau.

Claire Felsenburg, 1911 in Lemberg geboren und 1914 mit den Eltern nach Wien geflüchtet,
gibt in ihrem Buch ‚Flüchtlingskinder' einen seltenen Einblick in das Flüchtlingsleben, das Heimischwerden und die neuerliche Vertreibung 1938. Die mit Claire Felsenburg verwandte Schriftstellerin Elfriede Jelinek hat ein umfangreiches Vorwort mit dem Titel "Das flüchtige Jetzt" beigesteuert.

 

Ort:
ESRA,1020 Wien,
Tempelgasse 5

Zeit:
Do.27.Februar 2003
19.30 Uhr

Anmeldung unter:
Tel. 01/214 90 14

Der Eintritt ist frei;
für Spenden sind wir dankbar.

Programm

Begrüßung: Peter Schwarz, ESRA

Dieter Schreiber: Stadtteilarbeit ‚Verlorene Insel'

Konstantin Kaiser: Der historische und soziale Kontext zu den Erinnerungen von Claire Felsenburg

Elfriede Jelinek liest aus ihrem Vorwort "Das flüchtige Jetzt"

Ilse Aschner liest aus dem Buch "Flüchtlingskinder"

Anschließend laden wir zu einem Glas Wein.


Bitte haben Sie Verständnis für unsere Sicherheitsmaßnahmen und bringen Sie einen Lichtbildausweis mit.

 

Zum Buch

Claire Felsenburg
Flüchtlingskinder. Erinnerungen.

Hg. und bearbeitet von Rosemarie Schulak und
Konstantin Kaiser

Vorwort von Elfriede Jelinek

Theodor Kramer Gesellschaft und
Aktionsradius Augarten
Wien 2002

196 Seiten, € 18,-. ISBN 3-901602-17-8
"... in der grundlegenden Schlichtheit ihrer blank geputzten Sprache, im Bemühen um Korrektheit, in der unliterarischen Authentizität sind die Erinnerungen Claire Felsenburgs ... eines der beeindruckendsten Bücher dieses Winters." (Cornelia Niedermeier, "Der Standard", Wien)