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Atlantic Drift Irrfahrt der Atlantic
"... Wir sind so oft hierher gekommen, die Augen auf das Wasser der Donau geheftet, und immer mit einem einzigen Gedanken im Kopf: Wann können wir fort?" Unter den Tausenden Menschen aus Wien und Bratislava, die verzweifelt auf ein Schiff hoffen, das sie vor den Nazis retten könnte, befinden sich auch die siebzehnjährige Ruth, die seit einem Jahr in Bratislava festsitzt. In Ihrem Tagebuch zeichnet sie die Chronik des letzten Transports der Atlantic auf. Das Schiff soll die Flüchtlinge nach Palästina bringen, das unter britischem Mandat steht. Zehn Tage sollte die Reise dauern, doch die Atlantic irrt drei Monate lang mit 2000 jüdischen Flüchtlingen an Bord auf dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer umher, zum Schluss praktisch nur noch ein Wrack. Als die Atlantic schließlich im Dezember 1940 in Palästina ankommt, werden die Flüchtlinge, die auf dem Schiff mit Hunger, Durst, Krankheit, Tod und schrecklichsten Bedingungen konfrontiert waren, von den britischen Behörden nach Mauritius deportiert und dort 5 Jahre in einem napoleonischen Gefängnis inhaftiert. Aus der Perspektive der damals 17-jährigen Ruth erzählt der Film vom langsamen Abdriften in die Hoffnungslosigkeit. Die Irrfahrt der Atlantic, die vor idyllischer Kulisse stattfindet, ähnelt hierbei einer homerischen Odyssee, die von den Gewässern der Donau über die des Mittelmeers zu jenden des Indischen Ozeans führt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem volxkino.
Die Vorführung findet unter freiem Himmel statt! Bitte haben Sie Verständnis für die Notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und brigen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit.
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