BRUNDIBÁR

Zeitgeschichtlich-musikalisches Projekt
anlässlich des Jahrestages des Novemberpogroms

Brundibár wurde 1938 von Hans Krása als Oper für Kinder geschrieben und zwischen 1943 und 1944 über fünfzig Mal in Theresienstadt von dort inhaftierten Kindern und Jugendlichen aufgeführt.

ESRA, psychosoziales Zentrum für Überlebende der NS-Verfolgung in Wien, veranstaltet im November 2009 zwei moderierte Aufführungen für Schulklassen und möchte damit einen Beitrag leisten, Schülerinnen und Schüler über nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu informieren und gegenüber totalitären Ideologien zu sensibilisieren.

Foto: Aufführung in Theresienstadt (Národní Filmový Archiv, Prag)

Brundibár

Theater Akzent
Theresianumg. 18, 1040 Wien

Dienstag, 10. November 2009
10 Uhr und 12 Uhr

Dauer ca. 1h

Kartenpreis €4

Kartenbestellung und Information
Tel. 01 214 90 14, info@esra.at

Den Bestellschein finden sie hier

Aufführungen für Schulklassen

Oper für Soli, Kinderchor und Instrumentalensemble von Hans Krása (1938)

Chor und SolistInnen: der Kinderchor der Wiener Chorschule, Leitung: Alois Glaßner
Ensemble des Wiener Jeunesse Orchesters, Dirigent: Herbert Böck
Regie: Nika Sommeregger

Andrea Schurian, Ressortleiterin Kultur der Tageszeitung „Der Standard“ und Greta Klingsberg, die viele Male in Theresienstadt eine der Hauptrollen in Brundibár sang, werden die Veranstaltung einleiten.


Information
Tel. 01 214 90 14, info@esra.at

Termine nach Vereinbarung!

Vorbereitung und Vermittlungsprogramm

Als Vorbereitung für Klassen ab der 8. Schulstufe, die sich für die Aufführung anmelden, bieten wir kostenlose, 1-stündige Workshops an. Ehemalige Gedenkdiener, die ihren Gedenkdienst in Theresienstadt geleistet haben, werden in der Klasse den politischen und zeitgeschichtlichen Kontext der Oper behandeln.

Die Oper bietet die Möglichkeit, mit Schülerinnen und Schülern zeitgeschichtliche und ethische Fragen zu behandeln, wie etwa

  • der Alltag von Kindern unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft,
  • die Bedeutung von Kunst und Kultur in einer unmenschlichen Zeit,
  • die Botschaft der Oper damals und heute,
  • die Wahrnehmung von Theresienstadt, das bis heute als ‚harmloser‘ angesehen wird als andere Konzentrationslager. Tatsächlich waren jedoch von den 15.000 nach Theresienstadt deportierten Kindern zu Kriegsende nur noch etwa 150 am Leben. Auch der Komponist von Brundibár sowie viele der jungen SängerInnen und MusikerInnen wurden ermordet.

Wir empfehlen den Besuch der Vorstellung bzw. das Vermittlungsprojekt vor allem für SchülerInnen ab der 8. Schulstufe. Selbstverständlich sind auch jüngere SchülerInnen, die die Oper besuchen möchten, herzlich willkommen.

Relevant vor allem für die Fächer: Geschichte/Sozialkunde, Musik, Religion, Ethik und Deutsch.


ESRA
Tempelgasse 5, 1020 Wien

Donnerstag, 1. Oktober 2009
16 - 18 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos

Information
Tel. 01 214 90 14, info@esra.at

Info-Veranstaltung für LehrerInnen

Alle LehrerInnen, die am Thema interessiert sind oder sich näher über das Projekt informieren wollen, laden wir ganz herzlich zu einer Info-Veranstaltung ein.

  • Begrüßung: Peter Schwarz, ESRA
  • Historischer Hintergrund zu Brundibár: Univ.-Doz. Dr. Bertrand Perz, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
  • Information zum Vermittlungsprogramm: Till Hilmar, ehemaliger Gedenkdiener in Theresienstadt
  • Information zu Brundibár: Nika Sommeregger, Regisseurin

Koscherer Imbiss

Für die Infoveranstaltung bitten wir um Anmeldung unter Tel. 01 214 90 14 oder info@esra.at

Bitte haben Sie Verständnis für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und
bringen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit!

Zukunftsfonds der Republik Österreich  Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus  Bezirksvorstehung Wieden  Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur  Jewish Welcome Service

HELMUT ZILK-FONDS FÜR
INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN WIENS


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