Symposium

ESRA
Tempelgasse 5, 1020 Wien

Donnerstag, 28. Jänner 2010
9.00 - 13.30 Uhr

Information
Tel. 01 214 90 14, info@esra.at

Traumatisierung durch Verfolgung

für Fachpublikum, vor allem aus dem medizinischen, psychotherapeutischen und psychosozialen Bereich.

Vorträge mit anschließender Diskussion:

Extreme Traumatisierung und Affektregulierung am Beispiel überlebender Kinder von Völkermorden (Shoah und Ruanda)
(Suzanne Kaplan, Stockholm)

Die zweite Generation individuell und kollektiv
(Tomas Böhm, Stockholm)

Zur Diskussion um den Begriff „Identifikation mit dem Aggressor“
(Elisabeth Brainin/Samy Teicher)

Deckerinnerung und transgenerationelle Transmission des Traumas
(Samy Teicher / Elisabeth Brainin)

NS-Diskurs und Psychotrauma –Psychosoziale Arbeit mit Überlebenden im Land der ehemaligen TäterInnen
(Klaus Mihacek / Gerda Netopil)

Teilnahmegebühr: € 50,- (für Studierende € 35,-)

Anmeldung und Information: info@esra.at

Das Symposium wird für das Diplom-Fortbildungsprogramm der Österreichischen Ärztekammer mit 3 Fortbildungspunkten angerechnet.

Seitens des ÖBVP ist das Symposium als Fortbildungsveranstaltung für PsychotherapeutInnen im Ausmaß von 5 Arbeitseinheiten, die Podiumsdiskussion am 27.1. im Ausmaß von 2 Arbeitseinheiten genehmigt.

Bitte haben Sie Verständnis für unsere Sicherheitsmaßnahmen und bringen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit.

Schwedische Botschaft Wien Sigmund Freud Institut Wien

Tomas Böhm
MD, Psychiater, Psychoanalytiker (SPS/IPA), Lehranalytiker in privater Praxis in Stockholm. Publizierte Bücher auf Deutsch: (2001) Das Wiener Jazz Trio - Musik in NS-Zeiten, Iatros Verlag, Nierstein; (2003) Nicht wie wir - über Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Iatros Verlag; (2009) (mit S. Kaplan) Rache - zur Psychodynamik einer unheimlichen Lust und ihrer Zähmung, Psycho-Sozial Verlag, Giessen.
Elisabeth Brainin
Dr. med., Psychiaterin, Psychoanalytikerin (WPV/IPA), Lehranalytikerin und Kinderanalytikerin in privater Praxis in Wien. Ehemalige Leiterin der Institute für Erziehungshilfe in Wien. Vorstandsmitglied von ESRA. Zahlreiche Publikationen u.a. zu Trauma und Traumafolgen, Antisemitismus und zur Geschichte der Psychoanalyse.
Suzanne Kaplan
Ph D., Psychologin, Psychoanalytikerin (SPS/IPA), Lehranalytikerin und Kinderanalytikerin in privater Praxis in Stockholm. Forscherin beim Hugo Valentin Centre, Programm für das Studium des Holocausts und Genozid, Universität Uppsala, Schweden. Publizierte Bücher über Trauma: (2009) (mit T. Böhm) Rache – zur Psychodynamik einer unheimlichen Lust und ihrer Zähmung und (2010) Wenn Kinder Völkermord überleben - über extreme Traumatisierung und Affektregulierung, beide Psycho-Sozial Verlag, Giessen.
Klaus Mihacek
Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeut, stellvertretender ärztlicher Leiter der Ambulanz ESRA, private Praxis in Wien.
Gerda Netopil
Mag.a, diplomierte Sozialarbeiterin, Studium der Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Wien, arbeitet seit 1997 im psychosozialen Zentrum ESRA und leitet seit 2007 den Bereich Soziale Arbeit.
Samy Teicher
Dipl.- Psych., Psychoanalytiker (WPV/IPA), Kinderanalytiker, Gruppenanalytiker (ÖAGG) in privater Praxis in Wien. Bis 2008 als Psychotherapeut und Psychoanalytiker im Anton-Proksch-Institut, Mödling tätig. Publikationen u.a. zu Trauma und Traumafolgen, Antisemitismus und zur Geschichte der Psychoanalyse.