Lesung Mittwoch, 26. Mai 2010
Eintritt frei! |
Theodor Kramer Preis 2010für Schreiben im Widerstand und im Exil Programm Einleitung: Konstantin Kaiser Elazar Benyoëtz wurde als Paul Koppel 1937 in Wiener Neustadt geboren und flüchtete 1939 mit Eltern und Schwester nach Palästina. Er absolvierte ein Rabbinatsstudium, übte den Beruf aber nie aus. 1957 erster hebräischer Gedichtband, dem sechs weitere folgten. 1964-68 lebte er in Berlin (BRD), wo er 1965 die später in Frankfurt/M. fortgesetzte Bibliographia Judaica begründete. 1968 Rückkehr nach Jerusalem; Heirat mit der Miniaturenmalerin und Kalligraphin Renée Koppel (Künstlername Metavel). Berühmt wurde er als Aphoristiker. Er schreibt in deutscher und hebräischer Sprache Essays, Gedichte, Aphorismen, Briefe (für ihn eine Kunstform) und lebt in Jerusalem. Der hebräische Name Benyoëtz bedeutet "Sohn des Ratgebers". Preise u.a.: Adelbert von Chamisso Preis (1988), 2004 den Joseph Breitbach Preis (mit Robert Menasse), 2009 Österr. Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. - Seine Bücher erscheinen u.a. im renommierten Hanser Verlag (München, Wien) und zuletzt auch im Wiener Braumüller Verlag. Über den Theodor Kramer Preis Die 1984 gegründete Theodor Kramer Gesellschaft vergibt seit 2001 alljährlich den mit Euro 7.300,- dotierten Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil. Es werden sowohl die literarische Qualität, als auch die Haltung und das Schicksal der Preisträgerin oder des Preisträgers gewürdigt. Der Preis ist nicht alleine ÖsterreicherInnen und Menschen, die aus Österreich vertrieben wurden, vorbehalten. Auch das Schreiben in deutscher Sprache ist keine Bedingung. Mit diesem Preis wird in Österreich Literatur gewürdigt, die im Widerstand und im Exil entstanden ist und entsteht. Die Theodor Kramer Gesellschaft will damit zugleich ein Zeichen setzen, dass in Österreich nicht alles in eine Richtung verläuft, dass dies ein Land mit seinem Widerspruch ist und im Widerspruch und Ringen mit sich selbst auch weiterschreitet. In all den Jahren der Zweiten Republik wurden aus Österreich vertriebene Autorinnen und Autoren höchst selten und nur dann mit Preisen bedacht, wenn sie entweder international schon vielfach preisgekrönt waren oder aber ihren Wohnsitz wieder in Österreich aufgeschlagen hatten. Der Vorstand der Theodor Kramer Gesellschaft bestimmt, wer den Würdigungspreis, um den man sich nicht bewerben kann, erhält. Der Preis wird vom Land Niederösterreich, der Stadt Wien und vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert. |
Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 214 90 14 oder info@esra.at.
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