GESPRÄCHE in ESRA

MARTIN VOGEL mit PETER HUEMER Überleben im nationalsozialistischen Wien

Donnerstag 4. November, 19.00 Uhr

ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5

Um Anmeldung wird gebeten:
Tel. 214 90 14  oder unter info@esra.at

Bitte haben Sie Verständnis für unsere Sicherheitsmaßnahmen und bringen Sie einen Lichtbildausweis mit.

Eintritt frei!

 

Dr. Martin Vogel wurde 1922 in Wien geboren. Nachdem seine Ausbildung mit dem Ausschluss aus der Radetzkyschule 1938 ein jähes Ende fand, trat er dem Hashomer Hazair, einer zionistischen Jugendbewegung, bei. Er ist einer der wenigen überlebenden Zöglinge des großen Aaron Menczer. Menczer führte als Leiter der Schule der Jugendalijah einen entschlossenen Kampf zur Rettung der Kinder und weigerte sich, zu emigrieren, solange es noch jüdische Kinder in Wien gab. Im Herbst 1942, wenige Tage bevor Menczer nach Theresienstadt deportiert wurde, beauftragte er seinen Stellvertreter Martin Vogel mit der Abfassung eines Protokolls über die letzten Tage der Jugendalijah. Bis zum Ende des Krieges musste Martin Vogel als Zwangsarbeiter Schwerstarbeit bei einer Versorgungsstelle der Deutschen Wehrmacht in Wien leisten.Nach 1945 baute er die Leichtathletiksektion des Sportklubs Hakoah auf und wurde Verwalter der Rückkehrheime und Wohnungsreferent der Israelitischen Kultusgemeinde. Daneben holte er die Matura nach und arbeitete nach seiner Promotion zum Dr. jur. bis zu seiner Pensionierung bei der Gemeinde Wien. Dr. Vogel lebt heute in Wien.