|
Frankreich 2002 Regie: Gérard Jugnot, mit Jules Sitruk, Gérard Jugnot, Michèle Garcia u.a.

NEUER TERMIN: Donnerstag, 2. August, 21:30 Uhr
Einlass ab 20:45 Uhr
Ort: ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5
Wir bitten um Anmeldung!
Tel. 214 90 14 oder
email: info@esra.at
Eintritt frei!
|
|
Paris im Sommer 1942. Der Fleischhauer Edmond Batignole versucht mehr schlecht als recht, in diesen schwierigen Zeiten
der deutschen Besatzung zu überleben.
Seinem zukünftigen Schwiegersohn, der mit den Deutschen kollaboriert, verdankt
Batignole bald eine erhebliche Verbesserung seiner Lebensumstände. Er wird nicht nur zum Fleischlieferanten der deutschen Soldaten,
sondern auch zum Mieter einer komfortablen Wohnung. Dass in seiner neuen Wohnung bis vor kurzem die jüdische Familie Bernstein
wohnte, lässt sich leider nicht wegleugnen, aber ganz gut verdrängen.
Ausgerechnet in dem Moment, als die Batignoles ein Fest für ihre deutschen Freunde geben, taucht der 12-jährige Simon
Bernstein in der Wohnung auf. Er konnte beim Abtransport ins Ghetto fliehen und sucht nun seine Eltern. Batignole weiß nur,
dass er ihn vor den Deutschen verstecken muss. Mit dieser Tat setzt er Ereignisse in Gang, die sein ganzes Leben aus den Fugen
geraten lassen.
Der Film fand in Frankreich trotz des brisanten Themas ein begeistertes Millionenpublikum. Immer wieder setzen sich Filmemacher mit diesem
Kapitel der französischen Vergangenheit auseinander: Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung wehrte sich damals gegen die Besatzungsmacht
Nazideutschlands, der Rest kollaborierte oder wandte den Blick ab - was gerne zugunsten der Heldengeschichten um die Resistance verdrängt wird.
|