Akutpsychotraumatologie,
Holocaustsyndrom und
Migrationssyndrom

Opfer traumatischer Ereignisse und deren Spätfolgen, insbesondere Überlebende der NS-Verfolgung haben extreme Erlebnisse in sich und die wenigsten haben über ihre Erlebnisse gesprochen bzw. diese verarbeitet.

Im Alter brechen häufig die Wunden der Vergangenheit wieder durch.
Dies äußert sich zumeist in:

  • Ein- und Durchschlafstörungen,
  • Alpträumen,
  • Dominanten Erinnerungsbildern bzw. -bilderfolgen,
  • Leistungseinbrüchen,
  • Antriebsstörungen,
  • Sozialem Rückzug,
  • Körperlichen Folgeerkrankungen der Verfolgung.

Die Symptome des Entwurzelungs- bzw. Migrationssyndroms sind

  • Antriebstörungen,
  • Ein- und Durchschlafstörungen,
  • Leistungseinbrüche,
  • Überforderungserlebnisse
  • Körperliche Leiden ohne Krankheitszeichen
  • Schmerzen unklaren Ursprungs

Angehörige und Kinder tragen das Schicksal - oft unbewusst – mit und haben oft ähnliche Störungsbilder.

Das Angebot der Ambulanz umfasst die Abklärung der Störungen durch Allgemein MedizinerInnen, NervenfachärztInnen und PsychologInnen. Die Behandlung und Begleitung erfolgt durch ÄrztInnen, durch PsychotherapeutInnen und Pflegepersonen.
Die MitarbeiterInnen von ESRA ermöglichen durch spezielles Wissen um die Erlebnisse (familiäre und gesellschaftliche Zusammenhänge, Mehrsprachigkeit, usw.) die Schaffung eines Klimas des Vertrauens und die Basis für ein gleichberechtigtes Zusammenarbeiten.